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Spanien / Galicien "Costa da Morte" - Asturien "Costa Verde" - Kantabrien und Picos de Europa - Baskenland

Spanien - Galicien

weiter auf dem Fernwanderweg E-9 / "Caminho Português" bis Santiago de Compostela, dann auf dem E-9 / "Weg des Nordens" "Camino del Norte" entlang der Küste von Galicien


Galicien - das sind nicht nur die beeindruckende Costa da Morte und Santiago de Compostela, der hier endende Jakobsweg und das alte Ende der Welt

Wir kommen aus Portugal über den Minho, begrüßt werden wir bei feinem Nieselregen von einer Gruppe Pilger, deren farbenfrohe Regenumhänge lustig im Wind flattern und das umfassende Grau beleben. Hotels bieten den Service an, Wanderer und Pilger hier abzuholen.
Auch in der offizielen gallicischen Sprache Galego läuft unser E-9 ein Stück auf dem Jakobsweg "Camiño Portugués". Über Redondela, Pontevedra und Padrón erreicht man die Pilgerstadt Santiago de Compostela.


Baiona (etwa 25km bis Tui / Valenca)

Galicien wirkt hier auf mich wie eine irische Version von Bullerbü in Spanien: blaue Türen, rote Dächer und üppige Hortensien schaffen farbenfrohe Leichtigkeit selbst bei Regen.
Über der Stadt thront der Parador von Baiona, im Hafen liegt die Nachbildung der zu besichtigenden "La Pinta" neben Yachten und Sportbooten. Die "La Pinta" war eines der drei Schiffe mit denen Kolumbus 1492 nach Ostasien segeln wollte, um schließlich Amerika zu sichten.


Sommersonnenwende auf O'Groove

Am Tag vor Mittsommer haben wir ein bezauberndes Quartier gefunden: ein Zimmer in der „Casa o Fabal“. Begrüßt werden wir nicht vom Hund des Hauses (eine fest schlafende Schäferhündin Mischung) sondern vom finster drein blickenden Ganter hinterm Zaun. Im Garten steht einer der typischen Speicher Galiciens, liebevoll restauriert, wie wir später von Ambrosio, dem Hausherren, erfahren werden. Ein schneller Blick in das ursprüngliche Wohnhaus zeigt uns, dass hier Wert auf Tradition und eine behagliche Atmosphäre gelegt werden.


Schöner wohnen in Galicien - die Casa o Fabal

Im Wohnraum für alle Gäste wird auch das Frühstück von Ambrosios Frau liebevoll und frisch zubereitete serviert. Brot, Käse, ein kleiner frisch gebackener Kuchen und Joghurt sind auf dem Porzellan mit dem Erdbeermuster arrangiert.
Währenddessen erzählt uns Ambrosio von seiner Familie und wie das Haus vor der Renovierung aussah. Bildhaft schildert er uns seine Arbeit, die seines Vaters und auch seines Großvaters auf der eigenen Muschelbank unter der wir uns noch nichts genaues vorstellen können, was dann wohl eher an meinem mangelnden Spanisch als an seinen Schilderungen liegt. Gestikulierend und mit dem Leuchten der Begeisterung.
Am Morgen steht auf dem Tisch eine Schale mit Wasser, in ihr schwimmen Blütenblätter und Kräuter. In Galicien ist es Brauch, so wird uns erklärt, am Abend zu Mitsommer eine solche Schale zu bereiten und sich dann am Morgen mit der duftenden Essenz das Gesicht zu benetzen. Doch wir möchten aufbrechen, ein letzter Blick zurück und ich sehe wie der Hund einen kräftigen Schluck nimmt...


Abseits vom E9 unterwegs ans „Ende der Welt“ nach Fisterra
( Fis von Finis = Ende, Terre = Welt)

Über O'Groove, durch Küstenorte, vorbei an Muschelbänken zur Muschelzucht und Kirchen, immer begleitet vom Rauschen des Atlantiks verlassen wir den E-9 um ans Ende der Welt, nach Fisterra zu kommen. Pilger die seit jeher Santiago de Compostela besuchten, folgten auch noch dem letzten Wegstück an
den Atlantik. Im Hafen liegen Boote für Rundfahrten bereit, es ist ein grauer nieseliger Tag und wir sind die einzigen Zwei die sich für eine Rundfahrt interessieren. Leider gibt es die Rundfahrt aus verständlichen Gründen erst ab mindestens 5 Teilnehmern... Bis wir zwei Touristen sehen, also flugs angeworben und ab ins Boot. Ein zarter Duft von verbranntem Polyester zieht durch die frische Atlantik Brise, wir sind da. Am Ende der Welt, am Ende des Jakobsweges. Am Hang hinter dem Leuchtturm steht seit jeher ein Kreuz mit einer Feuerstelle. Die Jakobspilger verbrannten hier schon immer ihre Pilgerkleidung. Früher Wolle, heute Polyester.


Santiago de Compostela

glückliche, erschöpfte Pilger mit ihren Urkunden, Wanderer und Touristen, dazwischen scheinbar an diese eigene Atmosphäre gewöhnte "normale" Einwohner. 2014 schlafen wir in der Hospederia, direkt hinter der Kathedrale in einer ehemaligen Klosterzelle. Es gibt Unmengen an Restaurants. Wir entscheiden uns für ein winziges Restaurant namens "Hamburgeseria" mit einem munteren Wirt, der uns eine wirklich gute Meeresfrüchte Platte serviert.


2015 verbringen wir die Nacht im Parador schräg gegenüber der Kathedrale. Seit 500 Jahren betten sich hier Reisende zur verdienten Ruh.

Das Restaurant mit dem irreführenden Namen "Hamburgeseria" ist genauso gut, wie im vergangenen Jahr.


Die Rías Baixas

Direkt nach der portugisischen Grenze kommen wir im Südwesten Galiciens, auf unserer Wanderung entlang der Atlantikküste, zu den Rías Baixas ("Untere Rias"), vier schmale, tief ins Land reichende Meeresbuchten. In ihnen werden auf Holzflößen Miesmuscheln gezüchtet. Mancherorts soweit das Auge reicht. Insgesamt gibt es auf den Rías Baixas etwa 3300 solcher Muschelbänke. In diesem Gebiet Galiciens an den Rías Baixas wird auch Wein angebaut, der Albariño.

ab Ribadeo verläuft der E-9 wieder an der Küste auf dem "Camino de la Costa", dem "Küstenweg" über eine lange Brücke mit spektakulärer Sicht gelangt man über die Ría de Eo weiter nach Asturien

E-9 / "Caminho Português

Valença - Tui 3 km

Tui - O Porriño, 17 km

O Porriño - Redondela, 16 km

O Porriño - Veigadaña (3km) - Mos (3km) - Redondela (10km)

Redondela - Pontevedra, 18 km

Redondela - Cesantes (3km) - Arcade (4km) - Pontevedra (11km)

Pontevedra - Portela 11 km

Portela - Caldas de Reis, 11 km

Portela - Briallos (6km) - Tivo (3km) - Caldas de Reis (2km)

Caldas de Reis - O Pino (Valga), 9 km

O Pino (Valga) - Padrón, 13 km

O Pino (Valga) - Pontecesures (7km) - Padrón (6km)

Padrón - Teo, 10 km

Teo - Santiago de Compostela, 15 km

Santiago de Compostela - Finisterre, 93 km - Santiago de Compostela

Bus Info Santiago de Compostela – Fisterre – Santiago de Compostela

Santiago de Compostela - Negreira (23km) - Vilaserío (13km) - Santa Mariña (9km) - Olveiroa (12km) - Logoso (4km) - Cée (17km) - Corcubión (2km) - Fisterra (10km) - Kap Finisterre (4km)

E-9 / Camino del Norte (Nördlicher Weg)

Santiago de Compostela - Monte do Gozo, 5km

Monte do Gozo - Pedrouzo ca. 16 km

Pedrouzo - Santa Irene, 3 km

Santa Irene - Arzúa, 16 km

Santa Irene - Salceda (5km) - Arzúa (11km)

Arzúa - Boimorto, 12 km

Boimorto - Sobrado dos Monxes, 11km

Sobrado dos Monxes - Miraz, 26 km

Miraz - Baamonde, 15 km

Miraz - Laguna (13km) - Carballedo (10km) - Baamonde (2km)

Baamonde - Vilalba, 20 km

Vilalba - Gontán, 22km

Gontán - Mondoñedo, 17 km

Mondoñedo - Vilanova de Lourenzá, 9 km

Vilanova de Lourenzá - San Justo, 5 km

San Justo - Vilela, 16 km

San Justo - Gondán (14km) - Vilela (2km)

E-9 / Camino de la Costa (Küstenweg)

Vilela - Ribadeo, 8 km

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